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| Skater
in Greifswald Die Stadt sollte nicht erwarten, dass die Jungs ihr Brett in die Ecke stellen und aufhören. Ey,
mach mal nen Olli! - Hä?
Wenn ich sowas höre, muss ich doch mal ein wenig nachhaken! Mit Erdnussflips
bewaffnet, wage ich mich auf das Gelände, wo die sonderbaren Formeln
herkommen. Wer da diese Wörter benutzt, sind Skateboarder!
Jeder hat sie schon gesehen, aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich
genau genommen nichts über sie. Allerdings
haben sie es sehr schwer in Greifswald. Einen richtig guten Park für
sie gibt es hier nicht. Und an einem x-beliebigen Ort können sie
auch nicht fahren, weil sie eben Spots brauchen. Das heißt
Bänke, Geländer, Stufen, Blöcke etc. Und wenn die Stadt
meint, sie müsse ihr Geld für eine Fußballfeldrasenheizung
ausgeben, soll sie das bitte schön tun, aber sie kann nicht erwarten
dass diese Jungs ihr Brett in die Ecke stellen und aufhören. Sie
haben es überall versucht: Der harte Kern aus zehn Mann
(sonst sind es um die 40) hat eine Halle mit allem ausgestattet, was sie
brauchten. Dieses Unternehmen lag zwar etwas in der Grauzone, aber eigentlich
hat sich niemand daran gestört. Bloß kamen irgendwann solche
Typen, die etwas zuviel Drogen konsumiert haben und die Halle wurde
verboten. Die Variante - Vorplatz des Biotechnikums- ebenso. Tja, man
kann sich zwar aushelfen, am Wochenende nach Stralsund, Rostock, Neubrandenburg
oder Schwerin fahren, aber das kostet Geld und ist auch sehr unpraktisch.
Die Eltern unterstützen sie, teils auch finanziell, aber es wäre
wirklich kein großer Aufwand und auch sinnvoll, eine Möglichkeit
für die Skater in Greifswald zu schaffen. Geblieben ist ein Schulhof,
nicht gerade toll aber immerhin. Da haben Unterschriftenaktionen beim
Stadtrat nichts genutzt. Jede dritte Kuhbläke hat einen Skaterpark
nur Greifswald nicht! Luisa Meisel Kontakt: info@quer-format.com |