Jugendthemen im Querformat
Gästebuch, Forum und Chat dienen der Verständigung


Volker Schloßhauer machte als Kleinkind erste Erfahrungen mit dem Computer.
Foto: C.M.S.

Schüler von drei Greifswalder Schulen haben zusammen die erste stadtweite Schülerzeitungn QUERherausgegeben. Volker Schloßhauer (19) ist der Mann des Internetauftritts. 

Stralsund (OZ). "Einige Menschen denken, sie dächten bereits, wenn sie ihre Vorurteile neu ordnen", steht im Vorwort der stadtweiten Greifswalder Schülerzeitung "QUER". Anlass: "An den Grenzen von Toleranz" ist das zentrale Thema der Redakteure der Schülerzeitungen "Der Penner" vom Jahn-Gymnasium, "Cobold" vom Humboldt-Gymnasium und "Die Schnecke" vom Herder-Gymnasium. Sie haben sich zusammengetan, um mit mehreren engagierten Leuten eine Zeitung zu machen, die sich nicht ausschließlich mit schulinternen Themen beschäftigt, sondern Jugendthemen von Jugendlichen für Jugendliche behandeln soll. Herausgekommen ist die erste Ausgabe von "QUER".
Um die Schülerzeitung bekannt zu machen und eine Ergänzung zur kostenlosen Printausgabe herzustellen, hat Redaktionsmitglied Volker Schloßhauer (19) den Internetauftritt erstellt: www.quer-format.com. "Meine ersten Computererfahrungen habe ich als Kleinkind gemacht. Mein älterer Bruder war mein Lehrer - mit seinem Commodore. Später haben wir dann einen Amiga bekommen, dann einen PC", erzählt er. "Als das Internet bei uns Einzug hielt, wurde ich dann durch Nebentätigkeiten an die Gestaltung von Webseiten herangeführt." Denn: Volker hat gewerblich Internetseiten gestaltet und betrieb eine Art Call-Center - als kleiner Internet-Spezialist.
 Bei "QUER" ist für ihn "wichtig, die nächsten Erscheinungstermine herauszugeben und ein anderes Medium für Leute anzubieten, die keine Printausgabe bekommen haben. Da die kostenlose Zeitung schnell vergriffen war." Problem: Volker hat als einziger Internetbetreuer keine Zeit, auch noch redaktionelle Arbeit für die Internetpräsentation von "QUER" zu leisten. Insofern bietet www.quer-format.com zwar einen Einblick in das Projekt, stellt (bis jetzt) aber keine inhaltliche Ergänzung zur Printausgabe da.
"Eigentlich haben wir bis jetzt nur ein paar Spielereien auf unserer Homepage, wie ein Gästebuch, ein Forum und einen Chat, wo sich die Leser unterhalten könnten. Leider werden die interaktiven Elemente noch nicht so genutzt. Denn wenn die redaktionelle Arbeit an der Homepage ausbleibt, verschlampt die Seite leider etwas" Dennoch lohnt sich der Click zu quer-format.com. Man findet viele Artikel der aktuellen Ausgabe und kann dazu seine Meinung ins Gästebuch schreiben.
Durch den Verzicht auf sperrige Grafiken und die überwiegende Verwendung von Textelementen muss der User nicht lange warten, bis die Seiten aufgebaut werden. "Die Internetgestaltung kann nicht nur durch ausgetüftelte Grafiken aufgewertet werden, sondern z. B. auch durch übersichtlichkeit", meint Volker.
Inhaltlich hat sich die Arbeit der "QUER"-Redakteure auf jeden Fall gelohnt. Interessante Geschichten über antisemitische Gewalt in Deutschland, die Bundeswehr oder das Pro und Contra einer Beziehung. Lustig: "Der Cocktail-Test: Was erst rein und dann raus kam. . ."
Wie jede Schülerzeitung sucht auch "Quer" Mitstreiter. Die nächste Ausgabe steht inhaltlich schon, erscheinen soll sie nach den Sommerferien. Alle, die keine Ausgabe abbekommen, haben dann wieder die Chance, sich im Internet über die Arbeit der Schüler zu informieren. Denn es lohnt sich auf jeden Fall, querzulesen.

(C.M.S.)